Welche RWA-Token gibt es? Tokenisierte Assets im Überblick
Ein Token auf einer Blockchain kann fast alles darstellen, was einen Wert hat: eine Staatsanleihe, eine Aktie, ein Haus, ein Gramm Gold. Wir erfassen 8.743 solcher Instrumente in 12 Arten — und die Unterschiede zwischen ihnen zählen mehr als das Wort „Token“, das sie gemeinsam haben: woher die Rendite kommt, was schiefgehen kann und an wen es sich richtet.
Text geprüft am 17. September 2026
Kurz gesagt
Real-World-Assets (RWA) sind Tokens, hinter denen etwas außerhalb der Blockchain steht: Staatsanleihen, Aktien, Anleihen, Kredite, Immobilien, Gold.
Stablecoins sind tokenisiertes Geld. Manche zahlen Zinsen; in der EU dürfen die meisten das nicht.
Staking und DeFi-Lending stehen oft in denselben Listen, sind aber Krypto-Rendite, keine Real-World-Assets.
Faustregel: Je weiter weg von Staatsanleihen, desto höher die Rendite — und das Risiko.
Kurzlaufende US- oder Euro-Staatsanleihen in einem Fonds oder einer rechtlichen Hülle, deren Anteile Tokens sind. Das, was auf der Blockchain einem Tagesgeldkonto am nächsten kommt.
Woher die Rendite kommt
Die Zinsen der Anleihen, täglich weitergegeben; sie folgen den Leitzinsen. 2,41 % – 3,82 %
Ein Token, der eine Aktie oder einen ETF abbildet — Apple, Nvidia, den S&P 500 —, meist 1:1 gedeckt durch die echte Aktie bei einem Verwahrer. Du bekommst die Kursentwicklung und teils Dividenden, aber selten Aktionärsrechte.
Woher die Rendite kommt
Keine Zinsen: Der Ertrag ist der Aktienkurs, plus Dividenden, wo der Emittent sie weitergibt.
Unternehmens- oder Staatsanleihen, die direkt auf einer Blockchain ausgegeben werden, etwa die digitalen Anleihen der Société Générale oder von Santander. Fester Kupon und feste Laufzeit wie bei jeder anderen Anleihe.
Kredite an Unternehmen, Fonds oder Fintech-Kreditgeber, gebündelt und über Tokens finanziert. Höhere Renditen als Staatsanleihen — weil Kreditnehmer ausfallen können.
Woher die Rendite kommt
Zinsen, die die Kreditnehmer zahlen. 3,00 % – 5,80 %
Anteile an Fonds für private Märkte — Private Credit, Private Equity —, die früher nur mit großen Beträgen zugänglich waren. Tokens verkleinern die Stückelung, nicht die Zugangsregeln.
Woher die Rendite kommt
Ausschüttungen des Fonds, die mit dem Portfolio schwanken. 7,56 % – 8,78 %
Bruchteile einzelner Mietobjekte oder Immobiliengesellschaften. Bei RealT steckt jedes Haus in einer eigenen Gesellschaft, deren Anteile die Tokens sind; europäische Plattformen nutzen oft andere Konstruktionen, etwa Anleihen.
Woher die Rendite kommt
Die Netto-Miete nach Kosten — und sie fällt weg, wenn das Objekt leer steht. 9,82 % – 10,00 %
Tokens im Wert von einem Euro oder einem Dollar, gedeckt durch Bankguthaben und kurzlaufende Staatsanleihen. Nach den EU-Regeln (MiCA) dürfen sie keine Zinsen zahlen.
Dollar-Tokens, die Erträge aus ihren Reserven oder aus einer Handelsstrategie weitergeben. Das Etikett ist gleich, das Risiko nicht: Manche halten Staatsanleihen, andere betreiben Termingeschäfte.
Woher die Rendite kommt
Anleihezinsen, DeFi-Kredite oder Handelsstrategien — prüfe, welche davon. 0,71 % – 6,24 %
Krypto-Rendite — oft daneben gelistet, aber keine Real-World-Assets
Staking-Tokens
85 Instrumente
Quittungen für Kryptowährung, die zur Absicherung einer Blockchain wie Ethereum oder Solana eingesetzt wird. Kein Real-World-Asset: Der Wert schwankt mit dem Kryptokurs.
Woher die Rendite kommt
Die Staking-Belohnungen des Netzwerks. 1,98 % – 4,78 %
Werte, die außerhalb der Blockchain existieren — Staatsanleihen, Aktien, Anleihen, Kredite, Immobilien, Rohstoffe — und durch einen Token abgebildet werden. Der Token ist eine Forderung oder ein Anteil; der Wert selbst liegt bei einem Verwahrer, einem Fonds oder einer Gesellschaft.
Gehört mir mit dem Token der Wert selbst?
+
Selten direkt. Meist hältst du einen Anteil an einem Fonds, an einer Gesellschaft, der der Wert gehört, oder eine Forderung gegen den Emittenten, der ihn verwahrt. Wie gut du geschützt bist, hängt an dieser Struktur — deshalb kann derselbe Wert als ein Token sicherer sein als als ein anderer.
Welche Art ist am sichersten?
+
Tokenisierte Fonds aus Staatsanleihen und regulierte Zahlungs-Stablecoins haben das geringste Kursrisiko. Auch dort gibt es keine Einlagensicherung, und Emittent und Smart Contract bleiben Risiken.
Sind Stablecoins Real-World-Assets?
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Zahlungs-Stablecoins, gedeckt durch Bankguthaben und Staatsanleihen, sind im Kern tokenisiertes Geld. Bei Rendite-Stablecoins kommt es darauf an: Manche halten Staatsanleihen, andere verdienen an Handelsstrategien, die mit Real-World-Assets nichts zu tun haben.
Kann ich das alles als Privatanleger in der EU kaufen?
+
Nein. Von den 76 Instrumenten, die wir von Hand geprüft haben, richten sich viele an professionelle oder akkreditierte Anleger. Wo der Emittent es angibt, zeigt jede Produktseite, an wen sich ein Produkt richtet — ob du zugelassen bist, entscheidet der Anbieter.
Woher die Zahlen stammen
Anzahl, Renditespannen und Beispiele stammen aus unserer Datenbank und aktualisieren sich mit ihr. Die Renditespannen beziehen sich auf die von Hand geprüften Instrumente; bei den übrigen erfassen wir Identität und Zugangsbedingungen, keine Rendite. Keine Anlageberatung.